„Lasst uns Europa mit Unternehmergeist und Kreativität beeindrucken“

„Creativity meets Start-up-Welt“-Interview mit Christoph Pietsch zum "Creative Entrepreneurship - Das Ecosystem Networking Dinner" im Rahmen des Digital Demo Day 2019.

1. Wer bist du und was machst du?
Ich bin Christoph Pietsch, 33 Jahre alt und Chief Marketing Officer der DDB Group in Deutschland. Wir sind eine internationale Kreativ- und Marketing-Agentur mit Standorten in Düsseldorf, Berlin, Hamburg und Wolfsburg. Hier arbeiten wir für große Marken und tolle Kunden wie Volkswagen, die Telekom, Lufthansa, Miele, Henkel oder Deichmann.

Außerdem bin ich Founder von „Creative Hive“. Wir glauben an Kreativität als eine der zentralen Kräfte zur positiven Veränderung unseres Zusammenlebens. Und das gilt für die Wirtschaft wie für die Gesellschaft. Heute und in der Zukunft.

2. Creative Hive klingt spannend. Was ist das genau?
Creative Hive ist eine Plattform für kreative Vernetzung, Inspiration und die Initialzündung für Ideen, Projekte und Geschäfte. Durch unterschiedlichste Formate, Veranstaltungen, Meet-ups und das Aufeinandertreffen der Community erwecken wir den „Hive“ zum Leben. Wir verbinden Menschen, Unternehmer, Querdenker und Kreative miteinander.

Ganz gleich ob Corporate, Start-up, Accelerator-System, Kreative aus Kunst und Kultur, dem Marketing, Wissenschaftler oder Technologie- bzw. Digital-Business-Experten – „Cross-Industry“ ist das Gebot der Stunde. Wenn Impulse aus der eigenen „Schaffensblase“ nicht mehr ausreichen, braucht es Konzepte, Ideen und Gedanken aus fremden Welten.

Creative Hive ist da eine Art Bindeglied und Connector der „Veränderungseliten“ – also von Menschen, Pionieren, die mit ihren Fähigkeiten ganze Industrien neu denken, verändern und/oder kreieren. Wir vernetzen die Gestaltungskraft.

3. Gemeinsam mit dem digihub organisiert ihr "Creative Entrepreneurship - Das Ecosystem Networking Dinner" im Rahmen des Digital Demo Day 2019. Wie ist die Kooperation entstanden und was habt ihr genau vor?
Genau. Hier bringen wir erneut Tech- und Digitalexperten, Gründer, Innovatoren und Kreative zusammen. Das „Rotating Table Dinner“-Format hat sich hier als unterhaltsame und vor allem wirksame Mechanik bewiesen. Es wird gemeinsam gegessen, zwischen den Gängen gibt es kurze Impulsbeiträge von schlauen Köpfen als „Food for Thought“. Und das Wichtigste: Wir tauschen immer wieder die Plätze und rotieren an den Tischen. So lerne ich an einem Abend viele kluge Menschen und die Community kennen. Und im Idealfall gehe ich mit 30 Visitenkarten, neuen Kontakten und unzähligen Ideen, vielleicht sogar konkreten Projekten nach Hause. Simpel, aber wirksam.

Die Kooperation ist eigentlich schon immer da gewesen. Peter, Klemens und das digihub-Team gehören seit Jahren zu unseren Brüdern und Schwestern im Geiste. Hier wird wichtige Arbeit für den Wirtschaftsstandort Düsseldorf geleistet. Und weil wir sehr ähnliche Ziele verfolgen, ist der Zusammenschluss nur eine logische Konsequenz. Smarte Leute zusammenbringen, um geiles Zeug zu machen. Eigentlich ganz einfach.

4. Warum ist für dich das Thema Vernetzung so wichtig?
Weil die Vernetzung von interdisziplinärer Intelligenz und von Fähigkeiten sowie das damit verbundene Kuratieren von Impulsen und Inspiration Treiber des zukünftigen Erfolges sind. Wir können die Welt da draußen nicht mehr alleine meistern. Wir brauchen starke Verbündete auf unseren jeweiligen Missionen. Kontakte und Netzwerk werden so zu einer neuen Währung.

5. Der digihub sieht sich als Matchmaker und veranstaltet bereits zum dritten Mal den Digital Demo Day. Warst du bei den ersten Veranstaltungen auch dabei?
Ja. Ich war schon beim ersten Mal euer Gast und bin schwer beeindruckt von der Entwicklung und dem schnellen Wachstum. Da kommen PS auf die Straße. Zeigt nur, dass das Format am Puls der Zeit unterwegs ist.

6. Was hat dir besonders gefallen?
Die thematische Ausgestaltung, die Zugänglichkeit und die schnelle Kontaktmöglichkeit mit Start-ups und Protagonisten der Szene.

7. Welche Erwartungen hast du an die kommende Veranstaltung?
Ich bin gespannt, ob man das Niveau wieder angehoben bekommt. Die Erweiterung der Formate und die erneute Steigerung der Besucherzahl machen schwer neugierig. Persönlich interessieren mich gute Ideen, kluge Gründer-Typen und neue Geschäftsmodelle.

8. Welchen Stellenwert hat der Digital Demo Day für Düsseldorf und die Region?
Der Digital Demo Day ist ähnlich wie die Entwicklung des Digital Innovation Hub der Ausdruck davon, dass Düsseldorf als innovative Wirtschaftsmetropole auf dem richtigen Weg ist. Wir sind noch lange nicht da, wo wir hinmüssen, aber die wichtigen Eckpfeiler für ein florierendes Ecosystem sind gesetzt. Jetzt müssen wir das System fördern, fordern und kultivieren.

9. Wie beurteilst du die Start-up-Szene in Düsseldorf?
Im Prinzip ähnlich wie den Demo Day und Digital Innovation Hub. In den vergangenen Jahren wurde eine Menge angepackt und erreicht. Großes Kompliment an alle Beteiligten. Die Anzahl der Accelerator-Systeme auf Corporate-Seite steigt, genauso wie die Anzahl der Co-Working-Spaces, das sind wichtige Indikatoren. Außerdem wächst die Gründer-Community Tag für Tag. Und das in den unterschiedlichsten Industrien und Märkten. Von Tech bis Food. Viel wichtiger ist aber, was diese Entwicklung mit den Köpfen weiterer wichtiger Stakeholder macht. Wir leisten hier Pionierarbeit. Ich würde mir wünschen, dass gerade auf Unternehmensseite stärkere Bekenntnisse zum Wirtschaftsstandort entstehen. Dass sich die Community um starke internationale Marken-Player ergänzt, erweitert und dass auf Seiten der Politik aus vereinzelter Feigenblattaktivität performante, erfolgsorientierte Förder- und Investitionsstrategien mit Perspektive entwickelt werden. Außerdem wünsche ich mir, dass die einzelnen Akteure noch enger kooperieren und zusammenarbeiten. Das Schlimme: Düsseldorfs Start-up-Szene operiert noch in einer geografischen Blase. Stellt euch vor, hier passiert der geilste Sch*** und die Welt bekommt es nicht mit? Wir müssen weiter an Leuchtturm-Formaten, medialer Inszenierung und der Verbreitung der Aktivitäten arbeiten. Lasst uns doch einmal die lokale Brille abnehmen, Kräfte, Ressourcen sowie Budgets bündeln und Europa mit Unternehmergeist wie Kreativität beeindrucken. Das muss das Ziel sein.

10. Wie geht es 2019 weiter mit Creative Hive?
Wir haben das Konzept um Creative Hive weiter poliert, neue Partner gewonnen, kreative Köpfe und Macher für ein Engagement in unserem Advisory Board begeistern können. Der Plan sieht vor, dass Creative Hive im nächsten Entwicklungsschritt die 2.000-Marke aus dem Vorjahr deutlich toppt und weitere Kreative, Vordenker und Entrepreneure aus den unterschiedlichsten Welten zusammenbringt. Wir wollen internationaler werden. Wir wechseln außerdem die Locations. Zukünftig geben uns die Tonhalle, das NRW-Forum und die Rheinterrasse ein neues Zuhause. Das große Community-Happening findet im August statt. Und bis es so weit ist, werden wir unterjährig immer wieder von uns hören lassen. Mit Verticals wie zum Beispiel jüngst zum Thema Healthcare/Innovationen im Gesundheitswesen zusammen mit der Deutschen Apotheker- und Ärztebank.

Oder beim großen „Creative Hive X Carlsplatz“ Take-over am 11.04., das wir in Kooperation mit „Food Explorer“ organisieren. Und natürlich auch bei unserem gemeinsamen Dinner. Es wird nicht langweilig, es gibt viel zu tun.

11. Zum Schluss: Wo kann man sich bewerben, wenn man beim "Creative Entrepreneurship - Das Ecosystem Networking Dinner" dabei sein will?
Schreibt eine E-Mail an contact@creative-hive.de und sagt uns, warum ihr dabei sein solltet. Wir freuen uns auf euch.

Danke für das Gespräch, lieber Christoph. Wir freuen uns auf unser gemeinsames "Creative Entrepreneurship - Das Ecosystem Networking Dinner"! Mehr Infos findet ihr hier.