7 Tipps für die Kommunikation im Team

Eine Idee kann noch so gut sein – sie wird scheitern, wenn die Menschen um sie herum nicht gut zusammenarbeiten. Die meisten Gründer machen den Fehler, die Zusammenarbeit im Team auf die leichte Schulter zu nehmen. Doch Untersuchungen zeigen es: Mehr als die Hälfte aller Startups scheitern am Team.

Kommunikation ist alles

Die meisten Gründerteams lernen sich im Job oder an der Uni kennen. Andere gründen mit Freunden zusammen. Arbeitet man gemeinsam für eine eigene Idee und kommt dann auch noch Geld ins Spiel, treffen vormals gute Kollegen oder Freunde auf neue Herausforderungen. Egal, um was es geht, das Wichtigste ist, dass man darüber redet – am besten, bevor ein Konflikt entsteht.

Viele kluge Leute haben sich Gedanken über Kommunikation gemacht, wie sie Erfolg hat, woran sie scheitert. Sigmund Freunds Eisbergmodell zeigt, dass Kommunikation zwei Ebenen hat: eine Sachebene und eine Beziehungsebene. Wie bei einem Eisberg ist die Botschaft von dem, was jemand sagt, nur zu einem Bruchteil sichtbar. Die Sachebene, die Informationen, die vermittelt werden, sind direkt wahrnehmbar. Aber darunter verbirgt sich ein großer Berg an Gefühlen, Stimmungen, Vorurteilen – die Beziehungsebene.

Du hast Deiner Meinung nach nur ein paar Informationen vermittelt, aber Dein Gegenüber reagiert aggressiv? Warum bringt Dich Dein Partner mit allem was er sagt auf die Palme? Hier gibt es vermutlich eine Störung zwischen den beiden Ebenen. Sachliche Informationen können nicht mehr sachlich gesagt oder verstanden werden, wenn es auf der Beziehungsebene kriselt.

Das Eisbergmodell zeigt, dass es wichtig ist, beide Ebenen zu pflegen. Ein Team muss auch auf der Beziehungsebene gut funktionieren, damit auf der Sachebene – da, wo es um die konkrete Arbeit geht – alles läuft. Das bedeutet, auch persönliche Konflikte sollten direkt und offen besprochen werden können.

Regelmäßige Treffen im Team, bei denen Konflikte angesprochen werden können, helfen Kommunikation selbstverständlich zu machen. Am besten gibt es für jedes Treffen einen Moderator, wenn die Gruppe mehr als fünf Personen umfasst.

Wo geht’s hin und wer kümmert sich um was?

Die Studie „Gründungen scheitern nicht am Team, sondern im Team“ des RKW Rationalisierungs- und Innovationszentrum der Deutschen Wirtschaft e. V. aus dem Jahr 2016 hat herausgefunden, dass die Aspekte „Verantwortungszuteilung“ und „Zielsetzung“ die größten Herausforderungen für Startup-Teams sind. Gefahr erkannt, Gefahr gebannt. Es ist elementar, dass jeder im Team weiß, was das Ziel der Arbeit ist und welche Verantwortungen und Aufgaben er bei der Erreichung dessen hat.

Einen weiteren Aspekt, den die meisten Gründer zunächst gar nicht als problematisch empfinden, hat die Studie als einen Hauptkonfliktpunkt entlarvt: Das liebe Geld. Jedes Mitglied des Gründerteams sollte von Anfang an wissen, welche Anteile des Unternehmens ihm gehören. Entwickelt sich alles wie geplant und das Unternehmen wird erfolgreich, ist dann schon alles geklärt. Natürlich sollte auch darüber regelmäßig gesprochen werden können.

Tipps für die Kommunikation im Team

  1. Verantwortung für sich übernehmen: Dir stinkt etwas? Sprich es an und friss es nicht in Dich hinein! Nur Du kannst dafür sorgen, dass Du wieder mit guter Laune zur Arbeit gehst.
  2. Hört zu: Aktives Zuhören ist Grundvoraussetzung für eine harmonische Kommunikation. Das bedeutet: Ausreden lassen, Fragen stellen, Standpunkte des anderen zusammenfassen und direkt darauf eingehen.
  3. Stellt Regeln auf: Egal wie sehr ihr euch mögt, die Konflikte werden zwangsläufig kommen. Da ist es gut, direkt zu wissen, wie man sich in der Krise am besten verhält.
  4. Bleibt auf der Sachebene: Kritisiert die Arbeit und nicht die Person.
  5. Jedes Problem hat eine Lösung: Wer meckert, der muss auch wissen, wie es bessergehen kann.
  6. Ich-Botschaften: „DU hast ...!“ – Schuldzuweisungen verschlimmern Konflikte in der Regel. Sprecht aus eurer Perspektive, formuliert eure Wünsche und Eindrücke.
  7. Vergebt euch: Manchmal muss man auch mal Dampf ablassen. Ihr helft euch gegenseitig, wenn ihr euch diesen Ausbruch nicht ewig nachtragt. Legt nicht jedes Wort auf die Goldwaage, ihr seid alle nur Menschen.