Smart City – neue Ideen für Stadt & Land

Eine smarte Stadt ist grün, sicher, sauber und bewohnt von Menschen, die sich aktiv in das Zusammenleben einbringen. Smart ist sie deshalb, weil Technologien ihr diese Eigenschaften verleihen. Was genau hinter der Idee der „Smart City“ steckt, welche Entwicklungen es aktuell gibt und warum sich die Teilnahme an der Smart City Challenge am 20.-21. September für Startups, Unternehmen und alle Interessierten lohnt, verrät dieser Artikel.

Die Stadt von morgen
Umweltverschmutzung, Alterung der Gesellschaft, Überbevölkerung, Ressourcenknappheit, Armut, zu viel Verkehr – das sind die Herausforderungen der modernen Großstädte. Die Stadtplanung der vergangenen Jahrzehnte kann für diese keine nachhaltigen Lösungen anbieten. Der Paradigmenwechsel, der in den Köpfen der Verantwortlichen stattfindet, lautet: Digitalisierung. Die Vernetzung aller Dinge (siehe „Internet der Dinge“) soll dazu beitragen, das Leben in der Stadt langfristig zu verbessern.

Die Bereiche, die „Smart City“ umfasst, sind Mobilität und Infrastruktur, öffentliche Verwaltung, Finanzen, Gesundheitswesen, Bildung, Kommunikation, Sicherheit, Energie, Handel und Tourismus. Technologien wie Sensoren, RFID-Chips, Clouds, künstliche Intelligenz, Machine Learning und Blockchain kommen zum Einsatz. Automatisch und aufgrund von Echtzeitdaten werden Befehle zwischen Dingen in der Stadt ausgetauscht, Informationen übermittelt und unmittelbar zur Verfügung gestellt.

Big City – Big Data
Schnelles, flächendeckendes Internet und Cloudtechnoligen machen es möglich, dass in jedem Winkel der Stadt Dinge und Menschen Daten sammeln, einsehen und auswerten können. Wer mehr weiß über das, was in den Straßen, Plätzen und Häusern der Stadt vorgeht, welche Probleme dort herrschen, welche Bedürfnisse die Menschen haben, kann die Lebensqualität seiner Bevölkerung effizient und nachhaltig verbessern.

Luftverschmutzungswerte werden per Sensor aufgenommen, in Echtzeit ausgewertet, und wird ein Grenzwert überschritten, werden Verkehrsströme passend umgeleitet. Straßenlaternen registrieren, wenn sich ein Fahrrad nähert, und werden heller. Ein Sensor im öffentlichen Mülleimer meldet, wenn die Tonne voll ist.

Der Personalausweis muss nicht mehr umständlich mit einem Besuch in der Behörde verlängert werden, sondern es reichen ein paar Klicks per App. Städte, die häufig von Hochwassern heimgesucht werden, können mittels Sensoren die Wasserstände ermitteln und bei kritischen Werten die Bevölkerung automatisch per App warnen lassen. Dies sind nur einige Anwendungsbeispiele der „Smart City“ und sie sind längst keine Zukunftsmusik mehr.

Potentiale für Startups und Mittelstand
Laut der Studie „Der deutsche Smart-City-Markt 2017–2022“ geht der Umsatz mit Smart-City-Lösungen jährlich um 16,5 Prozent in die Höhe. 2022 soll der Umsatz bei mehr als 43 Millionen Euro liegen. Die Politik in Deutschland und in der EU fördern gezielt Projekte rund um die Smart City. Startups und mittelständische Unternehmen bieten sich die Möglichkeit, von dieser Entwicklung zu profitieren und aktiv zu einem Neudenken der Städte beizutragen.

Bei der Smart City Challenge mit Praxiskonferenz und Pen & Paper Hackathon vom 20.-21. September in Düsseldorf treffen Corporates, Startups, Smart-City-Experten aus Wirtschaft und Politik sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger zusammen, um die neue Ideen für Stadt und Land zu entwickeln. Ausgestattet mit Stift und Papier finden sich Teams zusammen, die Ideen austauschen und an einem MVP arbeiten. Daraus sollen anschließend konkrete Kooperationen und Projekte entstehen. Weitere Informationen zum Programm und zu Tickets gibt es hier: digihub.de/veranstaltungen/smartcity.