Die Welt als riesiger Spielplatz

Wenn es zischt, knallt und blitzt, dann ist „Senseblock“ am Werk! Mit IoT verwandeln sie unseren schnöden Alltag in ein Abenteuer. Wie sie das genau machen und was sie bei Ignition lernen, erzählen die Gründer Louis und Sakander im Interview.

1. Wie erklärt ihr euren Großeltern, was ihr macht?
Opa, hast du dir schon mal einen Actionfilm angeschaut und gedacht: Wow, so was würde ich auch gerne erleben? Das geht! Wir helfen Menschen, solche einzigartigen Erlebnisse zu kreieren. Dabei übernehmen wir den technischen Part und bringen Interaktivität in Alltagsgegenstände. So kann beispielsweise, sobald jemand einen Raum betritt, ein Feuerwerk an Effekten entfacht werden: Rauch, der aus den Wänden kommt, flackerndes Licht und ein Bücherregal, das auf magische Weise den Weg in ein Hinterzimmer freigibt. Das hilft den Machern, sich auf die kreative Inszenierung, und nicht auf die Technik dahinter, zu konzentrieren.
Wir bieten dafür unsere Senseblocks: Das ist entweder ein Aktor, also etwas, das was macht (z.B. ein Motor) oder ein Sensor, also etwas, das etwas misst (z.B. ein Thermometer). Diese kannst du am Computer ganz leicht einstellen und zum Beispiel sagen, dass der Motor angehen soll, sobald das Thermometer 25 Grad zeigt.
Im Endeffekt wollen wir die Welt zu einem riesigen Spielplatz machen, in der jeder seine eigenen Erlebnisse bauen kann.

2. Wie ist die Idee zu Senseblock entstanden?
Wir sind seit Kindesalter fasziniert von interaktiver Technik, denn sie hat sich schon damals für uns angefühlt wie Magie. Deshalb war ein Informatikstudium für uns klar. Nach dem Abschluss und Vollzeitjob haben wir 2018 entschlossen, uns als IT-Dienstleister selbstständig zu machen.
Da wir schon immer an der Schnittstelle zwischen Kreativität und Technik arbeiten wollten, helfen wir als "bear in a suit Interactive" Menschen bei kreativen Projekten wie Escape Games, Licht-Shows und Eventinstallationen.
Dabei ist uns aufgefallen, dass wir als Dienstleister für Teile unserer Zielgruppe einfach zu teuer sind und es keinen einfachen Weg gibt, interaktive Szenarien mit realen Objekten ohne IT-Kenntnisse umzusetzen.
Also haben wir uns entschlossen, ein Produkt zu entwickeln, welches mithilfe moderner IoT-Techniken auch Menschen ohne IT-Kenntnissen hilft, kreative Ideen schnell und einfach umzusetzen.

3. Wer ist alles im Team und was sind die Aufgaben?
Im Team sind aktuell Louis und Sak, wir teilen uns auf in zwei Entwickler, zwei Ideengeber, zwei Elektrotechniker und zwei Vertriebler. 👨‍👨‍👧‍👧
Sehr bald werden wir aber ein paar begabte Menschen mit ins Boot holen.
Außerhalb des Kerngeschäfts kümmert sich Louis um den organisatorischen Overhead, während Sakander unsere Brötchen mit IT-Dienstleistungen verdient.

4. Was habt ihr vor bear in a suit interactive gemacht?
Programmiert, Platten aufgelegt, Menschen Tanzen beigebracht, uns als digitale Nomaden versucht, Festivals organisiert & aufgebaut.

5. Wie habt ihr vom Ignition-Programm erfahren?
Louis wurde von seinen alten Arbeitskollegen aus einem vorangegangen Startup zum „Free Food“ bei der Ignition Demo Night im Juli eingeladen. Die vorgestellten Ideen, die finanzielle Unterstützung und das Mentoring haben uns schlussendlich dazu getrieben, unseren Pitch rüberzuschicken.

6. Woran genau arbeitet ihr im Rahmen des Ignition-Programms?
Anfangs haben wir uns ausschließlich mit Ideenvalidierung und Vertrieb beschäftigt.
Nach vielen "Ja cool!"," Super, können wir auf jeden Fall gebrauchen!" etc. und der ersten Unterschrift für ein Projekt sind wir im Januar aufs offene Feld gestürmt und haben angefangen, eine Zeitmaschine für einen renommierten Escape Room in Köln zu bauen.

7. Was waren bisher die wichtigsten Learnings, die ihr aus der Zeit bei Ignition mitnehmen werdet?
No Network, no Job! Fake it till you make it!

8. Wenn ihr einen Wunsch bei einer guten Fee frei hättet, was würdet ihr euch wünschen?
Hehe ( ͡° ͜ʖ ͡°)

9. Wie beurteilt ihr die Startup-Szene in Düsseldorf?
Die Szene ist sehr offen, aktiv und kooperativ. Leider fehlt es aber noch an Infrastruktur, Risikobereitschaft und mehr Investments, um die Region weiter zu stärken.

10. Wenn ihr Startups und Gründern noch einen Tipp geben könntet, was wäre das?
Sucht euch einen Bereich, für den ihr brennt, sodass der harte Weg zum Ziel trotzdem Spaß macht und versucht, Weggefährten zu finden, mit denen ihr durch dick und dünn gehen würdet.
Und ach ja: Wenn du der schlauste im Raum bist, dann bist du im falschen Raum.

Vielen Dank für das Interview!

Ihr seid neugierig geworden?
Auf bearinasuit.de erfahrt ihr mehr über das Team und ihre Projekte.