Die eigene Arbeit einfacher machen

Was, wenn die eigene Arbeit nicht so läuft, wie man es gerne hätte – weil die Zeit und das Personal nicht ausreicht? Sören und Jan Fassmer ging es so. Sie haben sich kurzerhand hingesetzt und eine Idee ausgeheckt, die dieses Problem lösen soll. Mit ihrem Startup n3xt.ai nehmen sie zurzeit am Ignition-Programm des digihub teil. Im Interview erfahrt ihr, was genau ihre Lösung ist und wie ihnen der Accelerator dabei hilft, diese zu einem Produkt reifen zu lassen.

1. Wie erklärt ihr euren Großeltern, was ihr macht?
Unternehmen schalten Werbung in den sozialen Medien, um ihre Kundengruppe anzusprechen. Dabei werden unzählige Mengen an Daten gesammelt, die Feedback darüber enthalten, wie gut eine Werbung bei den einzelnen Kundengruppen ankommt. Unsere Web-Plattform „n3xt.ai“ basiert auf einer künstlichen Intelligenz, welche die Auswertung dieser Daten übernimmt und dafür sorgt, dass die Werbebudgets von Unternehmen möglichst effektiv ausgegeben werden.

2. Wer ist alles im Team und was sind die verschiedenen Aufgaben?
Unser Team besteht aus sieben Köpfen mit unterschiedlichsten Aufgaben. Für die technische Seite sind drei Programmierer und ein Data Scientist zuständig. Deren Aufgabe ist es, neue Konzepte zu entwickeln und sich darum zu kümmern, dass die Plattform jederzeit reibungslos funktioniert. Unsere Designerin kümmert sich um die optische Gestaltung der Plattform und sorgt für eine intuitive Benutzeroberfläche. Für den Bereich Sales sind die beiden Geschäftsführer Sören und Jan Fassmer zuständig.

3. Wie ist die Idee zu n3xt.ai entstanden?
Wir kommen ursprünglich aus dem Online-Handel. Social-Media-Werbung gehört daher sozusagen zu unserem Kerngeschäft. Das Wachstum im Geschäft kam jedoch nicht umsonst, sondern brachte immer höheren Zeitaufwand für unsere Facebook- und Instagram-Accounts mit sich. Uns fehlte schlicht und einfach die Zeit für die Verwaltung und Optimierung unserer Werbeanzeigen. Dies machte sich leider auch in unseren Betriebsergebnissen bemerkbar. Gleichzeitig wollten wir uns nicht an neue Mitarbeiter binden. Also brauchten wir eine Lösung, die es uns erlaubt, die Verwaltung und Optimierung unserer Anzeigen zu automatisieren. Wir bauten einen ersten Prototypen unserer Software und nutzten ihn ausschließlich für unsere eigenen Werbeaccounts. Mit der Zeit waren befreundete Online-Händler ebenfalls daran interessiert. So kamen wir zu dem Entschluss, eine Plattform zu entwickeln, die nicht nur für uns, sondern für alle Werbetreibende zugänglich ist.

4. Was waren bisher die größten Herausforderungen?
Anfangs hatten wir Schwierigkeiten mit einem intuitiven Userinterface der Plattform. Zwar hatten wir Erfahrungen mit dem Design von Websites und Online Shops, nicht aber mit ganzen Web-Applikationen. Dafür mussten wir grundlegende Konzepte erarbeiten: Wie soll die Plattform bedient werden und welchen Kompromiss zwischen Komplexität und Einfachheit sollten wir wählen? Denn für unseren Designer mussten wir erstmal eine Grundlage schaffen, bevor das Userinterface verbessert werden konnte.

5. Was war der schönste Moment in der Gründungsphase?
Es gibt nicht den einen schönen Moment, vielmehr sind es alle Schritte, die uns näher an unser Ziel bringen.

6. Wie habt ihr vom Ignition-Programm erfahren?
Durch das Gründerstipendium sind wir auf das Ignition-Programm aufmerksam geworden und haben uns nach kurzer Rücksprache mit dem digihub beworben.

7. Wie empfandet ihr den Bewerbungs- und Auswahlprozess von Ignition?
Der Bewerbungsprozess ist einfach und transparent gestaltet. Für eventuelle Rückfragen hat man einen permanenten Ansprechpartner. Man bewirbt sich mit seinem Pitchdeck und wird, falls die Slides überzeugen, zu einem kurzen Pitch eingeladen. Nach ein paar Tagen haben wir unsere Zusage bekommen.

8. Woran arbeitet ihr gerade bei Ignition?
Wir sind gerade mitten in der Programmierung und kümmern uns bereits jetzt um die Neukundenakquise.

9. Was war bisher die beste Erkenntnis, welche ihr aus dem Programm mitnehmen werdet?
Wie wichtig ein gutes Netzwerk für seine Idee ist. Dabei wird einem seitens des digihub super geholfen. Erst vor kurzen hatten wir einen Workshop für B2B Sales.

10. Wie beurteilt ihr die Startup-Szene in Düsseldorf und was wünscht ihr euch noch?
Die Szene entwickelt sich gerade super! Die neuen Stipendien und Förderprogramme vom Land NRW helfen besonders jungen Gründern, in dem sie z.B. den Unterhalt absichern oder Kosten der Produktentwicklung übernehmen.

Vielen Dank für das Interview!

Ihr wollt mehr erfahren? Dann schaut mal hier: n3xt.ai