Die Kinder in guten Händen wissen – dank Nannio!

Wer Kinder hat, der weiß wie es ist, wenn schon ein Kinobesuch zu einem Wunschtraum wird. Denn wer passt auf den Nachwuchs auf? Einen guten Babysitter zu finden, ist oft nicht leicht. Dank des Ignition-Teams von Nannio wird sich das bald ändern – endlich wieder entspannte Freizeit für Eltern! Im Interview verrät Mitgründerin Nadja Gawlik, was hinter Nannio steckt, wie Ignition für sie gelaufen ist und gibt Tipps für andere Gründer.

Interview mit Nadja Gawlik, Mitgründerin von Nannio

1. Wie erklärt ihr euren Großeltern, was ihr macht?

Oma & Opa, wir helfen Eltern, den passenden Babysitter zu finden. Wir finden es wichtig, dass neben der Betreuung durch erfahrene und qualifizierte Leute zusätzlich eine aktive bzw. sinnvolle Beschäftigung erfolgt. Das könnt ihr euch so vorstellen:
Wir sorgen dafür, dass nur diejenigen Babysitter ein Profil auf www.nannio.de bekommen, denen wir auch unsere Kinder, also eure Ur-Enkel, anvertrauen würden.
Eltern verschaffen sich auf unserer Seite dann anhand der (Video-)Profile einen ersten Eindruck über die Betreuer und sie und ihre Kinder lernen ihre Lieblings-„Nannios“ persönlich kennen. Wenn die Chemie stimmt, kommt die Betreuerin dann schließlich zum Einsatz.

2. Wer ist alles im Team und was sind die verschiedenen Aufgaben? Wie habt ihr euch gefunden?

Nannio wurde von Stephan und mir (Nadja) gegründet. Wir waren beide zuletzt knapp vier Jahre in der Unternehmensberatung und haben uns dort kennengelernt. Stephan hat hier Projekterfahrungen insbesondere in den Bereichen Digitalisierungsstrategie sowie IT/Operations gesammelt und ich im Bereich Risikomanagement. Entsprechend bin ich auch für die Zahlen- und Datenseite unseres Geschäfts verantwortlich, Stephan für die „weicheren“ Themen wie Vertrieb und Marketing (er brachte auch bereits einiges an Vertriebserfahrung mit).
Bald kam dann unser Entwickler Lukas dazu, der sich um die kniffligeren Entwicklungen kümmert.
Darüber hinaus haben wir ein Netz an Supportern gewinnen können, die – wie wir – für das Thema und die Umsetzung brennen und uns in verschiedenen Bereichen unterstützen.

3. Wie ist die Idee zu Nannio entstanden?

Die Beschwerden aus dem eigenen Familien- und Freundeskreis haben sich immer mehr gehäuft. Das heißt, wie schwierig es doch sei, passende Kinderbetreuung zu finden. Wir haben dann selbst schnell festgestellt (und konnten es kaum glauben), dass die meisten bestehenden Webseiten nicht viel mehr sind als einfache Kleinanzeigenseiten, auf denen sich einfach jeder mit einer Mailadresse anmelden und ein Babysitter-Angebot einstellen kann und es so teilweise zu unseriösen Angeboten und einer Vielzahl von Datenbankleichen kommt. Und auf der anderen Seite verlangen gute Offline-Agenturen Bearbeitungsgebühren bzw. mehrere hundert Euro für die Vermittlung.
Also haben wir ein erstes Konzept entwickelt und ein MVP gebaut. Mittlerweile haben wir über 300 Interviews mit Eltern und Kinderbetreuern geführt und daraus unser aktuelles Produkt und die nächste Entwicklungsstufe abgeleitet.

4. Was waren bisher die größten Herausforderungen?

Ich glaube, die größten Herausforderungen liegen noch vor uns ;-)

5. Was war der schönste Moment bisher in der Gründungsphase?

Ganz klar: wenn Eltern uns anrufen oder eine E-Mail schreiben und sich bei uns für die tolle Vermittlung bedanken.
Darüber hinaus freuen wir uns immer sehr, wenn wir neue Partner gewinnen können. Hierzu gehören Kindergärten und Familiencafés, ebenso wie die Allianz Versicherung, die Digital-Agentur denkwerk oder auch Trainer vom Deutschen Roten Kreuz.
Ein besonderes Highlight war hier auch die Aufnahme in das Ignition-Förderprogramm des digihub Düsseldorf und im Juli dieses Jahres der Gewinn der Anschlussfinanzierung.
All diese Momente geben uns die Motivation, auch in schwierigen Phasen weiter zu machen und das bestmögliche Produkt für Eltern zu entwickeln.

6. Wie habt ihr vom Ignition-Programm erfahren?

Das Programm wurde uns von einem Alumni-Team empfohlen, welches damals gerade mitten im Programm steckte.

7. Woran arbeitet ihr gerade bei Ignition? Habt ihr schon etwas Neues gelernt? 

Wir haben bisher wahnsinnig viel gelernt und sind uns sicher, auch in den kommenden Monaten mindestens genau so viel zu lernen. Wir hatten zu Beginn des Programms ja nicht einmal eine Webseite für Eltern :-) Zur Mitte hatten wir unser MVP live und am Ende konnten wir die ersten glücklichen Kunden vorzeigen, was uns unglaublich gefreut hat.
Gerade sind wir dabei, die nächste Entwicklungsstufe unseres Produkts durch ausführliche User-Tests mit ausgewählten Kunden zu validieren – hier wird sich noch einmal Vieles ändern! Lasst euch also überraschen und schaut ab und zu mal auf unserer Seite vorbei :-)

8. Wie sehen die nächsten Schritte aus?

Nachdem wir im Juli das Glück hatten, die Anschlussförderung des digihub und der Digitalen Wirtschaft NRW zu gewinnen, werden wir dem Programm noch länger erhalten bleiben. Als einer der nächsten Schritte werden wir unser Konzept und Produkt nach Abschluss der User-Tests weiterentwickeln und ein Zahlungssystem implementieren. Für 2019 planen wir bereits weitere große Schritte, die wir an dieser Stelle leider noch nicht veröffentlichen können.

9. Wie beurteilt ihr die Startup-Szene in Düsseldorf und was wünscht ihr euch noch?

Insgesamt ist die Düsseldorfer Startup-Szene hervorragend miteinander vernetzt, nicht zuletzt dank kompletter Ökosysteme wie dem STARTPLATZ, Veranstaltungen wie der Startup-Week oder auch den Initiativen durch die Wirtschaftsförderung. Mit dem Digihub Düsseldorf gibt es zudem ein Förderprogramm, das neben dem Coaching auch finanzielle Unterstützung für Startups in der Startphase anbietet und so aus Ideen erste Produkte werden lässt.

10. Wenn ihr Startups und Gründern noch einen Tipp geben könntet, was wäre das?

Geht raus und sprecht mit euren Kunden! Lernt, was sich diese für euer Produkt wünschen und wie sie dieses nutzen. Nur so kann man am Ende etwas entwickeln, was wirklich einen Mehrwert schafft.

Werft jetzt einen Blick auf https://nann.io/!