Unser Accelerator Ignition wird 1 Jahr!

Im Juli 2017 erblickte unser Accelerator-Programm Ignition das Licht der Welt. Im Interview erzählt Relationship Manager Wodad Chaabi was Ignition auszeichnet, wie sich das Programm verändert hat und gibt Tipps für zukünftige Bewerber.

1. Herzlichen Glückwunsch zum ersten Geburtstag von Ignition! Im Juli 2017 ging das Accelerator-Programm des digihub Düsseldorf/Rheinland an den Start. Was war eure Motivation für den Aufbau des Accelerators?

Unsere Motivation war und ist es noch, frisch formierten Startups in Düsseldorf und im gesamten Rheinland die Unterstützung zu bieten, die sie brauchen, um ihre digitalen Projekte voranzutreiben, aus ihren Ideen skalierbare Geschäftsmodelle zu entwickeln und einen fertigen MVP zu bauen.

2. Was zeichnet Ignition aus?

Ignition bietet zunächst die klassischen Bausteine eines Accelerator-Programms: einen Arbeitsplatz im Coworking Space, einen recht schulischen Teil in der Onboarding-Woche und in den Pflichtworkshops, Coaching, Mentoring und ein Netzwerk aus Unternehmen. Darüber hinaus gibt es bei Ignition Budget für die Entwicklung des MVPs. Bis zu 25.000 Euro bekommen die Teams. Vorausgesetzt natürlich, dass ausreichend validiert wurde. Die finanzielle Unterstützung der Startups ist etwas Besonderes, das bieten nur sehr wenige Accelerator-Programme. Das Programm schließt mit unserer „Demo Night“ ab, auf der alle Teams ihre Geschäftsmodelle einem Publikum aus Investoren und Unternehmen präsentieren und sich gleichzeitig für eine Folgeförderung qualifizieren.

Eine weitere Besonderheit von Ignition sind unsere „Ignition & friends breakfast“. Einmal im Monat veranstalten wir ein großes Frühstück für alle Ignition-Teams und Interessenten. Die Locations wechseln immer, jedes Mal treffen wir uns an einem anderen Ort des Startup-Kosmos’ von Düsseldorf, z.B. Coworking Spaces. Das nächste Frühstück findet bei der Wirtschaftsförderung Düsseldorf statt (20.07.). So lernen die Ignition-Teams sämtliche wichtigen Player kennen und können sich ein Netzwerk aufbauen, das ihnen weit über die Ignition-Zeit hinaus nutzen kann.

Auch die Experten, die die Teams als Mentoren und in Workshops betreuen, zeichnen Ignition aus. Zum Beispiel haben wir Ben Sufiani an Bord, der die Teams in Sachen Google Analytics und Adwords fit macht und Foxbase kümmert sich um Landing Pages und Validierung. Die Experten stammen aus unterschiedlichen Bereichen und haben breit gefächerte Backgrounds. So bekommen die Teilnehmer den Input, der sie nach vorne bringt.

Was ich persönlich besonders toll an Ignition finde, ist der Zusammenhalt unter den Teams. Im Startplatz sitzen neben den Teams des aktuellen Batches auch die „alte Hasen“. Die Teams arbeiten nicht nur räumlich nah beieinander, sie unterstützen sich gegenseitig, geben sich Feedback, tauschen sich aus. Jeder profitiert von jedem – das ist extrem motivierend.

3. Was ist deine Rolle im Programm?

Meine Aufgaben starten beim Screening der eingehenden Bewerbungen. Dann betreue ich die Teilnehmer während und nach der Förderphase. Ich bin ihre Ansprechpartnerin für alle Fragen und Sorgen. Außerdem kümmere ich mich unentwegt darum, dass sich Ignition weiterentwickelt. Zu guter Letzt organisiere ich die Demo Nights und Community Events.

4. Drei Runden von Ignition gab es schon mit insgesamt 15 Startup-Teams. Im Juni ist Batch Nummer 4 gestartet. Wie hat sich das Programm im Laufe der Zeit verändert?

Bei Ignition hat sich in einem Jahr einiges getan. Wir lernen mit jedem Batch dazu. Im ersten Batch haben wir den Startups komplett freie Hand gelassen. Wir sind davon ausgegangen, dass sie selbst am besten einschätzen können, welche Unterstützung sie brauchen. Sie konnten sich zum Beispiel die Workshops und Co. selbst buchen. Mittlerweile gibt es – wie in der Uni – ein festes Curriculum, das alle Teams durchlaufen müssen. Ganz nach dem Motto „Build, measure, learn“ müssen die Teams zunächst durch die Grundlagen- und Validierungsphase, bevor es an die Entwicklung des MVPs geht.

Das Programm entwickelt sich die ganze Zeit weiter. Wir sind im Grunde genommen ein „Startup für Startups“ und arbeiten auch genauso agil. Änderungen und Verbesserungsvorschläge werden schnell umgesetzt, sodass der aktuelle Batch noch davon profitieren kann.

5. Was war die schönste Erfolgsgeschichte?

Es gibt nicht die eine Erfolgsgeschichte, sondern immer wieder kleine Erfolgserlebnisse. Jeder Fortschritt, jeder fertige Prototyp, jedes Investorengespräch und jeder Launch sind Erfolge, über die wir uns sehr freuen. Nach einem Jahr Ignition trägt das Programm sichtbar die ersten Früchte und wir werden sicherlich noch viel Gutes von unseren Teams hören.

6. Seid ihr auch nach dem Programm noch mit den Teams im Kontakt? Weißt du, wie sich die Startups nach Ignition weiterentwickelt haben?

Ja, wir stehen auch nach dem Programm noch im engen Austausch. Wir versuchen unseren Ignition-Alumni so gut wie es geht auch nach der Förderzeit eine Bühne zu geben, um sich zu präsentieren, z.B. auf unseren eigenen Events genauso wie auf externen interessanten Branchenevents wie z.B. auf der CEBIT. Darüber hinaus versuchen wir natürlich, unsere Teams so gut wie wir können mit für sie relevanten Kontakten zu matchen, um erste Pilotkunden und Kooperationen in die Wege zu leiten.

7. Was macht dir am meisten Spaß bei Ignition?

Die enge Zusammenarbeit und der Austausch mit großartigen Talenten aus den verschiedensten Bereichen. In unseren Teams haben wir kreative Köpfe, Schauspieler, Tänzer, Entwickler, Techies, Juristen und Corporateguys. Und von jedem einzelnen kann man eine Menge lernen. Und natürlich die Demo Night, auf der unsere Teams ihre Fortschritte und Ergebnisse der vergangenen Monate präsentieren.

8. Was war die absurdeste Startup-Idee, mit der sich ein Team für Ignition beworben habt?

Total absurde Ideen gab es bisher nicht, aber immer wieder Bewerber mit „nicht-digitalen“ Ideen, die wir als Initiative der Digitalen Wirtschaft NRW nicht fördern können. Wie z.B. eine Bar, die rohen Kuchenteig verkauft, die Eröffnung einer Arztpraxis oder die Herstellung von Bio-Tierfutter.

9. Habt ihr Pläne für die Zukunft, um Ignition weiterzuentwickeln?

Build, Measure, Learn! Die Devise gilt auch für uns. Wir wachsen, lernen mit jedem einzelnen Team und nehmen Kritik und Feedback dankbar an, um das Programm stetig weiterzuentwickeln und den Startups den größten Mehrwert zu bieten.

Mittlerweile ist eine richtige Ignition-Community herangewachsen. Diese wollen wir lebendig halten und weiterhin supporten. In Zukunft wollen wir dafür verschiedene Community-Events veranstalten.

Neu ist, dass wir die Teilnahme bei Ignition als Corporate Service anbieten. Wir haben festgestellt, dass auch mittlere und große Unternehmen ein Bedürfnis nach Unterstützung bei ihren Innovationen haben. Im Unternehmensalltag ist oft wenig Raum und Zeit für neue Ideen. Unternehmen können Mitarbeiter zu uns schicken, bei Ignition können sie ausgiebig an neuen Ideen tüfteln.

10. Hast du Tipps für die Bewerbung bei Ignition?

Brich deine Idee so einfach wie möglich runter und denk daran, dass auch Leute, die nicht so tief in der Materie sind wie du, deine Idee verstehen müssen. Kannst du deine Idee in einem Satz deiner Oma verständlich erklären?

Vielen Dank, liebe Wodad, für das Interview! Wir bedanken uns bei allen Ignition-Teams, ihr seid großartig! Danke an: Paidimo, petricore, EasyAsset, GREEN FOR ME, InCharge, Cabasus, AiBotics, Triclap, Stylique, Scalue, Wavr, Scobees, schnupperkurs.de, Nannio und innoMMT!

Mehr Infos zu Ignition gibt’s unter digihub.de/ignition und auf accelerate.nrw/ignition.