Druckbetankung mit Ideen - so war das erste Digicamp

Was bewegt dich wirklich? Darüber haben wir beim Digicamp mit über 70 Teilnehmern diskutiert. Entstanden ist ein bunter Mix aus den Themenbereichen Arbeit, Gesellschaft, Wirtschaft, Bildung und Kultur, der kaum interessanter hätte sein können.

Als wir am 12. Mai 2017 für vier Stunden unsere Zelte im frisch renovierten Factory Campus Düsseldorf aufschlugen, waren unsere Erwartungen an das Event völlig offen. Unkonferenz, was soll das sein? Nun ja, halt unter keinen Umständen eine Fachkonferenz. Ziel war es, eine völlig ungezwungene Atmosphäre zu schaffen, die es uns ermöglicht durch Inspiration und Ideenvielfalt unserem Gedankengefängnis des Alltags zu entfliehen.
Wir wollten wissen: Wie stellen sich unsere Teilnehmer ihren digitalen Alltag von morgen und vielleicht auch schon von heute vor?

Wie lange singt der Mensch noch? – Virtual Reality – Digital Overkill
Bei einem Event, das von der Mitteilungsfreude seiner Teilnehmer getragen wird, kommt es im Vorfeld logischerweise zu der Befürchtung: Werden wirklich genügend Leute ihre digitalen Ideen „pitchen“? Nachdem nach leicht holprigem Start das Eis gebrochen war, mussten wir letztlich über die besten Ideenpitches für unsere insgesamt 16 Sessions sogar abstimmen. Die Themen waren dabei so bunt wie das Teilnehmerfeld.
Eine der Fragen in Zeiten von Big Data Analysen war: Wie lange singt der Mensch noch? Dabei wurde bei einem Ausblick in die Zukunft die Frage diskutiert, inwiefern die Musik der Zukunft auf Basis des Hörverhaltens der Menschen von kreativen und künstlerisch „begabten“ Computern selbstständig produziert wird. Auch der Begriff Virtual Reality ist nicht mehr nur den Gamern unserer Zeit ein Begriff. Neben dem Amüsement (ja, auch an das Thema Digital Masturbation wurde „Hand angelegt“) ergeben sich hierbei schier unfassbare Möglichkeiten: In Zukunft wird ein operierender Arzt sich nicht zwangsläufig auf demselben Kontinent wie der Patient befinden müssen, sondern lediglich in der virtuellen Welt „Dr. Roboter“ steuern.
Allerdings wurden nicht ausschließlich die positiven Effekte der Digitalisierung unserer Gesellschaft diskutiert, sondern in der Digital Overkill-Session auch die Kehrseite der Medaille betrachtet. Fragen wie… gibt es einen optimalen Digitalmix für Unternehmen? Ab wann dient digitales Marketing nur noch dem Selbstzweck? Wenn keiner mehr „klassisches“ Marketing betreibt und dem digitalen Marketing keine natürlichen Barrieren gesetzt sind – gehen alle digitalen Maßnahmen dann gemeinsam den Bach runter?... sorgten für spannendste Diskussionen, um auch die „dunklen“ Seiten der Digitalisierung zu beleuchten.
In den weiteren Sessions wurden viele weitere, spannende Themen wie die digitale Schule von morgen oder digitale Lösungsansätze bei der Flüchtlingsproblematik aufgetischt und wir möchten allen Teilnehmern für ihr reges Engagement herzlich danken.
Bei Interesse an den Inhalten der weiteren Sessions, deren Aufrollen hier den Rahmen sprengen würde, gibt es eigentlich nur eine Lösung: Sei nächstes Mal dabei! ;-)