Das Airbnb für Tonstudios

Elfesya und Matthias sind Musiker und als solche standen sie regelmäßig vor einem Problem, dessen Lösung jedes Mal viel Sucherei erforderte: Wie finden sie das beste Tonstudio mit der Ausrüstung, die sie brauchen, nicht zu teuer und in der Nähe? Kurzerhand beschlossen sie, eine eigene Lösung für sich und all ihre Kollegen zu entwickeln – und gründeten tic. Im Interview erzählen sie von den schönsten Momenten während der Gründung und ihrer Zeit bei Ignition.

1. Wie erklärt ihr euren Großeltern, was ihr macht?
(Beide lachen) Gute Frage. „Also Oma, da die Preise und die Vermarktung von Tonstudios zu teuer und kompliziert sind, bieten wir mit unserer Internetseite die Möglichkeit, schnell und einfach Tonstudios zu vermieten und zu mieten. Das Besondere an einem digitalen Markt ist, dass du auf einem Blick alle Studios vergleichen kannst. Außerdem kannst du als Vermieter dein privates Studio mit anderen teilen und damit noch etwas dazu verdienen. Das hat den Vorteil, dass nicht jeder in ein eigenes Tonstudio investieren muss.“

2. Wer ist alles im Team und was sind die verschiedenen Aufgaben? Wie habt ihr euch gefunden?
Wir, Matthias und Elfesya, sind die Gründer und bisher noch die Einzigen im Team. Natürlich erledigen wir zu zweit Aufgaben, die normalerweise zehn Leute machen würden, daher suchen wir ständig nach weiteren Teammitgliedern. Aber verantwortlich für Marketing, Vertrieb und Business Development ist Elfesya und für Technologie, Finanzen und Product Development der Matthias.
Wir sind seit drei Jahren ein Paar und haben immer wieder über Probleme und Lösungen in der Künstlerbranche gesprochen. Anderthalb Jahre später haben wir beschlossen, gemeinsam tic zu gründen.

3. Wie ist die Idee zu tic entstanden?
Die Grundlage für unsere Idee waren unsere Erfahrungen und Gespräche als Künstler. An einem Abend, bei einer „Zigarette“, hatten wir ein intensives Gespräch über Künstler und ihre Jobs. Dabei kam uns die Idee, ein Tinder für Künstler zu machen. Wir haben im zweiten Semester unseres Entrepreneurship Studiums, also ein Jahr später, entschlossen die Idee umzusetzen und dafür alles andere hingeschmissen. So nahm alles seinen Lauf.

4. Was waren bisher die größten Herausforderungen?
Es ist schwer, seiner Vision treu zu bleiben und seinen eigenen Weg durchzuziehen. Es ist echt nicht einfach, die Balance zu halten und seinen Fokus nicht zu verlieren.

5. Was war der schönste Moment bisher in der Gründungsphase?
Elfesya: Als meine überaus skeptische Mutter nach einem tic-Jahr gesagt hat: „Ich bin sehr stolz auf dich!“
Matthias: Als uns etablierte Musiker gesagt haben, dass wir eine richtig gute Idee haben und es Sinn macht, sie umzusetzen.

6. Woran habt ihr bei Ignition gearbeitet?
Um es mal kurz zu machen: Wir haben unser Netzwerk erweitert, eine unabhängige Plattform entwickelt und drei verschiedene Märkte online/ live getestet.

7. Wie sehen die nächsten Schritte aus? Was wünscht ihr euch für die Zukunft eures Startups?
Unsere Plattform muss noch schöner und smarter werden. Wir müssen unsere Community aufbauen, vergrößern, erweitern. In naher Zukunft wollen wir natürlich die ersten Buchungen erreichen.

8. Wie beurteilt ihr die Startup-Szene in Düsseldorf und was wünscht ihr euch noch?
Sie ist klein und übersichtlich. (Lachen) Wir wünschen uns weniger Oberflächlichkeit…

9. Wenn ihr Startups und Gründern noch einen Tipp geben könntet, was wäre das?
Bleibt authentisch und zieht euer Ding durch!