Checkliste für Gründer

Du träumst davon, Chef Deines eigenen Unternehmens zu sein? Wir zeigen Dir, welche Schritte Du gehen musst, damit Dein Traum in Erfüllung geht.

1. Eine Idee haben

Mit einer Idee fängt alles an – und sie muss gut sein. Gut heißt in diesem Fall, dass sie noch niemand vor dir hatte und dass sie zu Geld gemacht werden kann. Natürlich kann man am Anfang nie hundertprozentig wissen, ob diese beiden Punkte auch zutreffen. Daher solltest Du mit vielen Vertrauten über Deinen Einfall sprechen. Unterhalte Dich mit Leuten, die sich in der Branche auskennen, aber auch mit solchen, die vermutlich gar keine Fachkenntnis besitzen. Kannst Du sie alle überzeugen? Dann los!

2. Das Team zusammenstellen

Alleine ein Startup zu stemmen, ist schwierig und macht meistens auch weniger Spaß. Ein Mensch alleine verfügt selten über alle Kenntnisse und Fähigkeiten, die man für die Gründung und Leitung eines Unternehmens braucht. Neben dem Wissen über das Produkt bzw. die praktische Realisierung der Idee sind Menschen, die sich mit IT, Marketing, Finanzen usw. auskennen, hilfreich. Ein Gründerteam von zwei oder drei Personen, so sagt man, ist ideal.

3. Idee ausarbeiten, Prototyp entwickeln

Im Gründerteam arbeitet ihr nun Deine Idee aus. Sammelt alles, was euch einfällt rund um euer Projekt. Gestaltet die Idee bis ins Detail aus. Was kann euer Produkt, was kein anderes kann? Welche Bedürfnisse stillt es? Wer ist die Zielgruppe? Soll es eine Website geben? Eine App? Wie viel Kapital braucht ihr? Was kann schiefgehen? Je nach Startup-Idee können die Fragen, die ihr euch stellen solltet, unterschiedlich sein. Entwickelt einen Prototyp, gestaltet die Website. Wichtig ist, dass ihr am Ende dieses Schrittes etwas Vorzeigbares habt.

4. Dem Unternehmen einen Namen geben

Nun braucht eurer Unternehmen einen Namen. Bei Startup-Namen gibt es Trends, auf die „fy“-Phase folgt die „oo“-Ära, englische Namen sind angesagt. Klar, der Name sollte möglichst auf der ganzen Welt funktionieren, mindestens im englischsprachigen Raum, um die Skalierbarkeit des Unternehmens zu ermöglichen. Außerdem sollte er originell und einzigartig sein. Ihr solltet auch direkt rausfinden, ob die Domain mit diesem Namen noch zu haben ist.

5. Unterstützer suchen

Es wird ernst! Bevor ihr euch auf die Suche nach Kapital macht, solltet ihr eure ausgearbeitete Idee oder euren Prototyp zur Diskussion stellen. Das geht zum Beispiel auf Pitchs, ihr könnt auch die Personen, denen Du zu Beginn Deine Idee vorstellt hast, wieder aufsuchen. Holt euch erfahrene Businessmenschen ins Boot, die an euch glauben und euch mit ihrem Wissen unterstützen können.

6. Businessplan aufstellen

Ein gut durchdachter, ausführlicher Businessplan ist unerlässlich, um Geldgeber zu überzeugen. Außerdem ist er für euch der Fahrplan für euer Unternehmen, da ihr bei der Erstellung eines Businessplans alle Schritte ausformuliert, die auf dem Weg zum Erfolg zu gehen sind. In einem Businessplan werden Ideen mit Zahlen unterfüttert, der Markt analysiert, Potentiale und Schwächen aufgedeckt. Eine genauere Anleitung findet gibt es auch in unserem Blog.

7. Kapital organisieren

Je nachdem, wie viel Kapital ihr zu Beginn benötigt, können unterschiedliche Finanzierungsformen in Frage kommen. In diesem Artikel haben wir die Möglichkeiten, an Geld zu kommen, aufgelistet.

8. Das Unternehmen offiziell machen

Sobald Geld ins Spiel kommt, müsst ihr die Sache offiziell machen. Die Wahl der Rechtsform eures Unternehmens hat Auswirkungen darauf, welche Steuern ihr Zahlen müsst, wie die Buchhaltung gemacht werden muss, wer bestimmen darf und wie und womit ihr im Schadensfall haftet. Der Vorteil einer GmbH ist, dass Du nur mit dem Vermögen der Firma haftest, nicht mit Deinem privaten. Für die Gründung ist ein Kapital von 25.000 Euro erforderlich. Davon muss mindestens 12.500 Euro bei der Gründung vorhanden sein. Eine GmbH kann von einer oder mehreren Personen gegründet werden. Weitere Infos zu den Rechtsformen findest Du in diesem Artikel.
Die Gewerbeanmeldung ist Pflicht in Deutschland. Sofern du kein Freiberufler bist. Beim Gewerbeamt erhältst Du die nötigen Formulare dafür. Sobald du dein Gewerbe angemeldet hast, werden sich weiter Ämter bei Dir melden. Eine Mitgliedschaft bei der IHK ist Pflicht. Das Finanzamt wird sich wegen steuerlichen Fragen mit Dir in Verbindung setzen.

9. Marketing machen

Jetzt müsst ihr euer Produkt an den Mann oder die Frau bringen. Je nach Finanzkraft eures Startups gestalten sich eure Möglichkeiten vielfältig. Zunächst solltet ihr überlegen, wo sich eure Zielgruppe tummelt und mit welchen Kanälen ihr sie erreichen könnt. Die sozialen Netzwerke eignen sich hervorragend um bekannt zu werden. Aber nicht jedes Produkt passt zu jedem Netzwerk, Facebook, Instagram, Twitter und Co. sprechen unterschiedliche Zielgruppen an. Beim Online Marketing gibt es vielfältige Wege, SEO für eure Webseite, Google AdWords-Kampagnen, Newsletter ... Auch klassische Werbung wie Anzeigen in Zeitungen, Plakate und Flyer können je nach Produkt wirksam sein.

10. Erfolg haben

Um eurer Unternehmen auf Erfolgskurs zu halten, solltet ihr einen Buchhalter und einen Steuerberater einstellen, sofern ihr selbst nicht über das Knowhow verfügt. Ihr solltet die Zahlen im Blick behalten und schnell reagieren können, sobald etwas sich nicht wie geplant entwickelt. Und ihr solltet realistisch sein: Scheitern gehört in der Startup-Branche auch dazu.