Überblick über Acceleratoren-Programme

Die Gründerszene in NRW wächst und wächst. Und mit ihr die Anzahl der Acceleratoren-Programme in der Region. Was sich genau hinter diesen Startup-Förderprogrammen verbirgt und wie du das passende findest, erklären wir dir.

Acceleratoren machen Tempo

Accelerator bedeutet so viel wie „Beschleuniger“. Acceleratoren unterstützen Startups dabei, schneller ihre Idee zu einem fertigen Produkt zu verwandeln. Dafür bieten sie in einem Förderprogramm über einen begrenzten Zeitraum, meistens ein paar Monate, eine intensive Betreuung der Gründer. Sie stellen ein Office und Zugang zu anderen Ressourcen, veranstalten Workshops, Experten dienen als Mentoren und oft gibt es sogar eine Startfinanzierung. Was ein Accelerator konkret bietet, unterscheidet sich je nach Programm. Für ein Accelerator-Programm muss sich ein Startup in der Regel bewerben. Die Initiatoren suchen die vielversprechendsten Kandidaten aus.

Volle Beschleunigung in NRW

Mehr als zwanzig Acceleratoren-Programme bietet NRW Gründern und ihren Geschäftsideen. Etwa ein Drittel davon werden von großen Unternehmen wie e:on, AXA oder Vodafone ausgerichtet. Auch die rund 70 Hochschulen bemühen sich immer mehr darum, ihre Wissenschaftler als Unternehmer fit zu machen. Hochschulnahe Förderprogramme machen etwa ein Viertel aller Acceleratoren-Programme in NRW aus. Ein weiteres Drittel der Programme wird ganz oder teilweise durch öffentliche Gelder finanziert.

Düsseldorf und Köln sind die Zentren der Startup-Szene. Aber auch im Ruhrgebiet und anderen Städten wie Münster, Bonn, Paderborn und Aachen etablieren sich immer mehr Startups und entsprechende Infrastrukturen mit Co-Working-Spaces, Beratungsstellen und Förderprogrammen.

Das bieten die Programme

Die Hälfte der Programme ist thematisch offen für alle Gründungsideen. Bei den anderen Programmen sind die Schwerpunkte bunt gemischt: Logistik, Medizin, Internet of Things, Energy, Games, Soziales – für fast jede Branche ist etwas dabei. Die meisten Programme richten sich an Early-Stage-Startups, die noch nicht formal ein gegründet haben.

Die Leistungen der Acceleratoren unterscheiden sich. Fast alle Programme bieten ihren Schützlingen ein Netzwerk, gefolgt von einem Arbeitsplatz, Mentorings und Workshops. Einen Demo-Day, bei dem die Startups am Ende der Förderzeit ihre Idee vor Investoren pitchen können, bietet ungefähr die Hälfte der Programme. Nur ganz wenige Acceleratoren verlangen Unternehmensanteile. Startkapital in der Höhe von bis zu 50.000 Euro bietet etwas weniger als 30 Prozent der Förderer.

Die durchschnittliche Länge der Acceleratoren-Programme liegt bei etwas mehr als fünf Monaten. Die meisten Programme haben es mit drei Monaten recht eilig, ein paar lassen sich bis zu einem Jahr Zeit. Andere Programme sind an einer langfristigen Zusammenarbeit interessiert.

Startups finden den passenden Accelerator

Die große Anzahl an unterschiedlichen Acceleratoren und Inkubatoren in NRW zeigt, dass das Land die neuen Gründer braucht und fördert. Für die Startups ist es jedoch mitunter nicht leicht, sich in dem umfassenden Angebot zurecht zu finden und das passende Programm auszumachen.

Wir vom digihub Düsseldorf/Rheinland haben daher accelerate.nrw ins Leben gerufen: Das Portal bietet eine Übersicht über alle Acceleratoren und einige Inkubatoren in NRW, macht sie vergleichbar und unterstützt Gründer damit bei der Auswahl. Außerdem bietet das Portal Interviews mit den Experten der Programme sowie deren Teilnehmern. So können sich Interessierte ein umfassendes Bild machen. Daneben gibt es eine Reihe Hintergrundwissen rund um die Themen Acceleratoren und Startups.

Werfe jetzt ein Blick in das neue Portal accelerate.nrw – Wir sind gespannt auf deine Meinung! Du hast Verbesserungsvorschläge? Dafür sind wir dir sehr dankbar, schreibe uns eine Mail. Wir freuen uns darauf!